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spacer2 ZZF Zentrum für Zeithistorische Forschung

 

Soziologische, ethnographische und anthropologische Untersuchungen haben die Bedeutung der materiellen Kultur in der Gesellschaft verdeutlicht: Dinge bilden als gebaute Umwelt und als Dingausstattungen einen Rahmen für die Lebenswelt von Gesellschaft, sie ermöglichen
und formen Alltagsroutinen, sie symbolisieren sozialen Status, verweisen auf kulturelle Zugehörigkeiten und individuelle Aneignungen. Dinge werden produziert und konsumiert, gehortet und verzehrt, gesammelt und musealisiert. Materielle Kultur stellt sich damit als
Mensch-Ding-Gesellschaftsbeziehung dar. In der entwickelten Konsumgesellschaft,
in den politischen und gesellschaftlichen Konstellationen des Kalten Krieges und im sozialen Leben zwischen Armut und Reichtum sind Dinge immer auch ein Ausdruck gesellschaftlicher
Verhältnisse. Eine gesellschafts-, sozial- oder kulturgeschichtlich informierte Zeitgeschichte kann deshalb auf die Untersuchung der materiellen Kultur nicht verzichten. In ihrem Zusammenhang von Zeit, Ort, Funktion und Bedeutungen ist materielle Kultur als historische
Konstellation und als Quelle notwendig zum Verständnis historischer Gesellschaften.

Eben dieses Verhältnis von Zeitgeschichte und materieller Kultur steht im Fokus der Tagung »Dinge in der Zeitgeschichte«: Wie werden Dinge von den HistorikerInnen der zweiten Hälfte des 20. und des beginnenden 21. Jahrhunderts wahrgenommen? Mit welchen Fragestellungen und Methoden wird gearbeitet? Welche Quellenbestände werden in den Blick genommen? Welche Potentiale hat die materielle Kultur für die zeitgeschichtliche Forschung? Gibt es eine spezifisch historische Perspektive auf die Dinge und wie könnte, mit Blick auf die Zeitgeschichte, eine »material history« aussehen? Auf der Tagung werden aus gesellschaftlichen, sozialen und biografischen Perspektiven verschiedene Zugriffe auf die materielle Welt aufgezeigt.

Die Tagung »Dinge in der Zeitgeschichte« ist Teil des Forschungsprojekts »Materielle Kultur als soziales Gedächtnis einer Gesellschaft« im Rahmen des Förderschwerpunkts »Forschung an Museen« der VolkswagenStiftung, in dem die Sammlungen des Dokumentationszentrum
Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt als Quelle für die Forschung untersucht werden.

  Auftraggeber:
Aufgabe:

Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam
Gestaltung des Flyers »Dinge in der Zeitgeschichte« für die Tagung des Forschungsprojekts »Materielle Kultur als soziales Gedächtnis einer Gesellschaft«

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